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Artilleriefeuer brach in einem Fenster hoch über ihnen los,
aber es wurde nur ein Bassgitarrist dafür erschossen, dass er
dreimal hintereinander denselben falschen Riff gespielt hatte,
und Bassgitarristen gehen in Han Dold City zwei Stück auf ein
Dutzend.
Douglas Adams, Macht´s gut, und danke für den Fisch, Ullstein, Frankfurt 1990 |
E-Bässe zählen für mich zu den genialsten Instrumenten überhaupt, aber das ist – wie fast alles – subjektiv und einem Berufspianisten (um nur ein Beispiel zu nennen) schwer nahezubringen, deshalb werde ich das an dieser Stelle gar nicht erst versuchen.
Hier ist ein E-Bass von
Marleaux, der
mittlerweile nicht mehr lackiert, sondern gewachst und geölt ist (nochmals danke, Tilman!). Nachdem ein Tonabnehmer seinen Dienst quittiert hat, sind nun
Pickups von Rough Crystal drin, ein Drehschalter von
Le Fay sowie eine
Aktivelektronik von
Helmuth Lemme. Mit einem Kippschalter kann der Bass auch auf Passivbetrieb umgeschalten werden.
Und hier ist mein Pangton 6 fretless von
Le Fay
zu sehen - mein erster "richtiger" E-Bass, der für mich als "Zivi" damals eigentlich
unbezahlbar war, aber manchmal siegt das Gefühl doch über alle Vernunft
(zum Glück, sonst hätte ich jetzt nicht diesen Bass).
Eine Zeitlang war ich ausschließlich mit diesem Bass in Sachen Musik unterwegs, der obige Bundbass kam dann erst später und hat den Fretless momentan leider ein bißchen auf die hinteren Plätze verdrängt - Bünde machen das Leben doch um so vieles leichter, und wer übt, fällt seinen Kameraden in den Rücken - alles dummes Gerede, denn eigentlich spielt sich der Le Fay (fast) von selbst...
Weil wir grade bei so obskuren Instrumenten wie bundlosen Sechssaitern sind: es gibt Bassisten, die behaupten, nur ein Fender Jazz Bass hat Seele, alles andere sei Schnickschnack. Weil ich selber nur "Schnickschnack" und keinen Fender daselbst mein Eigen nenne, kann ich da eigentlich nicht mitreden, aber für mich entsteht so etwas wie "Seele" in der Kombination aus Spieler und Instrument und steckt nie in einem Instrument allein. Für den einen ist ein Uralt-Vintage-Bass das höchste der Gefühle, weil nur der authentisch klingt, für den anderen ein 100 Euro-Preßspanteil, weils so geil lackiert ist, und weil man mit dem voll auf die K...e hauen kann, der dritte braucht einen Siebensaiter mit MIDI und eingebauter Kaffeemaschine, um sein musikalisches Seelenleben auszugraben. Warum auch nicht?
Aus rein technischer Sicht (und da bricht natürlich der Physiker in mir durch) kann ich mir nicht vorstellen, dass es - Leo F. in allen Ehren - seit damals überhaupt keine Verbesserung in Sachen Basstechnik gegeben haben soll. Immerhin fährt heute selbst ein eingefleischter Fender-Purist nicht in einer Karre Baujahr 1959 zum Gig, und im Grunde ist das mit den Bässen genauso wie mit den Autos, oder?
Ein Nachtrag hierzu: in der Musikschule existiert ein alter Fender-Bass aus dem Jahr 1973, den ich mir zum Unterrichten umgespannt habe, weil ihn sonst keiner benutzt. Die Elektrik müsste mal durchgecheckt werden (der Stegtonabnehmer macht nicht ganz so, wie er soll), aber ansonsten lässt sich das Teil gut bespielen – auch Viersaiter k&oum;nnen Spaß machen.
Seit Dezember 2007 (man erkennt im Bild rechts die Ausläufer eines
Weihnachtsbaumes) bin ich stolzer Besitzer eines 12-Saiters von
Waterstone, natürlich in Lefthand-Ausführung. Klingt total irre und ist leichter zu spielen
als man denkt.
Noch ein letzter Hinweis in eigener Sache: passend zu meinen Sechssaitern gibt es seit November 2007 ein Heft mit neun Solostücken für sechssaitigen E-Bass. Dem obingen Link folgend kann man auch einmal einen Blick in das Heft werfen und bei Gefallen mit mir in Verbindung treten, um ein persönliches Exemplar zu erwerben.