916 - zum Anhören
Mein Bass und ich, 2002
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Die Lieder
- Clara
- ist ein lustiges kleines Lied für ein lustiges kleines Mädchen,
das an einem schönen Sommertag draußen im Garten rumtobt.
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(2:12 min)
- Jana
- Mehr durch Zufall bin ich auf die Tonleiterkonstruktionen von
Olivier Messiaen gestoßen und habe damit experimentiert.
Aus dem Modus III, einer Tonfolge aus drei Gruppen von Tönen mit
identischen Intervallbeziehungen, entstand Jana.
Die schnellen Akkordfolgen zu Beginn und im Mittelteil erinnern
entfernt an Music for 18 Musicians von Steve Reich – eine
wunderbare Musik, deren Einflüsse hier sicher zu finden sind.
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(2:50 min)
- Wilma
- Wilmas Walzer beginnt gar nicht als solcher, aber hier war die
Alliteration ausschlaggebend für den Namen des Stückes –
die einzige Wilma, die mir spontan in den Sinn kommt, ist die Frau
von Fred Feuerstein, und ihr und ihrem Temperament würde dieser
Jazzwalzer sicher nicht gerecht.
[ogg]
(4:10 min)
- Amélie
- Benannt ist dieses Stück nach der gleichnamigen Figur
in Jean-Pierre Jeunets Film
Die fabelhafte Welt der Amélie.
Mich erinnert die Stimmung des Liedes stark an die dort
heraufbeschworene Traumwelt.
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(3:47 min)
- Muriel
- Hier war ich auf der Suche nach einem dunklen Namen, und das U
in Muriel traf ins Schwarze. Der Schlussteil erinnert mich an
einen Trauermarsch und existierte bereits lange vor dem Stück als
Fragment, das nun endlich seinen Platz in einem größeren Gefüge
gefunden hat. Es gibt auch eine Filmfigur gleichen Namens in
Muriel's wedding, aber mit einer Hochzeit hat dieses
Lied definitiv nichts zu tun.
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(4:20 min)
- Hannah
- stellt für mich eine tiefgründige Person dar, ernst und
geheimnisvoll, aber nicht abweisend.
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(4:06 min)
- Rike
- Hier habe ich keine Erklärung für den Namen, er passte einfach.
Das Lied ist auf meinem Fretless entstanden, klingt aber auf einem
Bundbass genauso gut.
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(3:40 min)
- Lucy
- Lucy hat bei mir den Zusatz: unvermeidlich.
Ursprünglich wollte ich Slaptechniken bei den Solostücken ganz
vermeiden, denn ich persönlich stehe dieser Technik ambivalent
gegenüber: einen geslappten Bass zu spielen macht
unheimlich viel Spaß, aber einen geslappten Bass zu hören
finde ich fast immer eher schrecklich. Im Laufe der Zeit
stellte sich aber heraus, dass zumindest geslappte Einwürfe
unvermeidlich sein würden...
Das Lied beinhaltet extreme Stimmungsschwankungen.
Wer Lucy van Pelt, die Schwester von Linus aus der Comicserie
Die Peanuts
von Charles Schulz kennt, weiß sicher, was ich meine.
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(3:27 min)
- Tine
- Als einziges Lied dieser Reihe bezieht sich der Name auf
eine tatsächlich lebende und mir bekannte Person &ndah; meine Frau,
der das Lied gewidmet ist.
[ogg]
(2:10 min)
Informationen zu den Aufnahmen
Nachdem das Heft 916 im November 2007 fertiggestellt worden war (endlich!),
wollte ich die Lieder zusätzlich in hörbarer Form anbieten.
Weil ich daheim den Bass sehr oft unverstärkt spiele und den akustischen
Eigenklang sehr reizvoll finde, habe ich zusätzlich zum "normalen" Klinkenausgang
das Signal eines Kontaktmikrofons aufgezeichnet, das ich etwa in der Mitte der Länge
des oberen Korpushorns plaziert hatte (dort war das "Holz" am besten zu hören,
interessant übrigens, wo am Korpus welche Frequenzen besonders dominant sind!).
Geplant war von Anfang an keine High End-Studioaufnahme, stattdessen wollte ich
die Atmosphäre der Stücke einfangen. Deshalb arbeitete ich weitestgehend ohne
Clicktrack und habe auch die Improvisationen spontan eingespielt, um mir dann
die schönsten Passagen rauszupicken.
Aufgenommen wurde mit einem Tascam 788 Harddiskrecorder, weiterbearbeitet an meinem
PC unter audacity, danach alles wieder zurück in den Tascam und dort abgemischt.
Dabei habe ich je nach Lied die "akustische" Spur relativ weit nach vorne
geholt, um so meinen persönlichen Klangeindruck beim Komponieren und Spielen
einzufangen.
Eine kleine Anmerkung: beim Abhören stellte sich heraus, dass das Kontaktmikro
einen Teil einer verbalen Auseinandersetzung meiner jüngsten Tochter mit ihren
älteren Geschwistern eingefangen hatte – die entsprechende Passage wurde
dann rausgeschnitten, aber ich fand erstaunlich, wie empfindlich der Basskorpus
auf solche – doch recht hochfrequente – Schwingungen reagiert.
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